Müssmann oder muss man nicht?

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Die Frage, ob man einem Thema in so kurzer Zeit gleich zwei Beiträge spendiert beantworte ich mal mit einem klaren ja. Denn die Eindrücke und die daraus resultierenden Erinnerungen sowie das derzeitige Interesse sind so enorm, dass ich hier gut und gerne mal eine Ausnahme machen möchte…

Hier geht es übrigens zu meinem ersten Bericht: das Müssmannhaus

 

Tja was soll ich sagen? Auf Bessercacher.de ist der Begriff “Geocaching 2.0” genannt worden. Das trifft es wohl ganz gut…

Vorab: wir konnten am 27.05.2015 um 18:00 Uhr nicht so starten, wie wir uns das ursprünglich vorgestellt hatten. Follhorstder1te, Bornova und meine Wenigkeit wollten eigentlich am Start sein. Aber einen Tag vorher ereilte uns die Nachricht, dass der “Horst” im Krankenhaus liegt wegen auffälliger EKG Werte, obwohl er nur wegen eines verrenkten Wirbels mal eben dort einkehren wollte. Wahrscheinlich war es die innere Unruhe oder die nackte Angst zu Versagen ! 😀 Nein Spaß beiseite. Letztlich ist wohl alles ok aber starten konnte er dennoch nicht. Der Versuch, noch kurzfristig einen Termintausch hinzubekommen scheiterte – was sehr zu unserer Verwunderung war. Deshalb mussten wir mittags Krisensitzung halten:
So schade es für Heiko, Horst, oder wie auch immer man ihn nun nennen möchte war, es hieß: Heiko raus, Team ELRO rein.

Da es für unsere Kombination immer schwierig ist, zusammenzufinden und gemeinsam loszuziehen und auch der Terminkalender um das Müssmannhaus absolut ausgebucht ist für 2015, musste hier der schwierige Mehrheitsentscheid dran glauben – sorry Heiko. Aber gute Besserung und die besten Genesungswünsche an dieser Stelle. Als kleine Wiedergutmachung biete ich aber an, bei Dir irgendwann den dritten Mann bzw. die Aussensicherung zu übernehmen! Wort?
Für Bornova war es natürlich super: er hatte sich ursprünglich für den Sicherungsposten angeboten, hatte aber nun selber die Möglichkeit, mit einzusteigen und da das Team ELRO aus zwei Leuten besteht, wovon die bessere Hälfte eher keinen Drang zur Selbstverstümmelung hatte 😉  , konnte Rolf letztlich auch mit rein. So waren wir also zu dritt.

Kommen wir zum Eigentlichen:

Was die superlativen Ausdrücke angeht, kann ich kaum noch etwas Neues zu beitragen. Muss und möchte ich auch nicht. Aber anschließen möchte ich mich all den positiven “Vorloggern” schon.

lasst die Spiele beginnen...

Es war definitiv ein Erlebnis der ganz anderen Art. Unterhaltung auf ganz hohem Niveau – das auf jeden Fall. Für mein Empfinden aber nicht ab 18, sondern eher ab 16. Damit soll aber nicht die Qualität geschmälert werden. Aber da bin ich auch froh, nicht zu einem Gremium der FSK zu gehören. Ganz einig scheint man sich da ja auch nicht immer zu sein. Was soll’s.
Spannung war jedenfalls von Anfang bis zum Ende gegeben, denn hinter jeder Ecke gab es eine neue Überraschung, mal mit Staunen über die technische Realisation und mal aufgrund der eingesetzten Schockmomente. Diese Kombination gepaart mit der straight in Szene gesetzten düsteren Stimmung rundete das Ganze nicht nur ab, sondern hielt die Lust auf den Erlebnisdrang bis zuletzt auf hohem Niveau. Wirklich klasse!

Viel ist ja bereits auf allen einschlägigen Foren und Plattformen diskutiert worden, insbesondere auch, ob es denn noch zum Geocachen gehört oder nicht. Ja aber sicher doch!

Meine grundsätzliche Meinung zum Geocachen überhaupt ist ja, daß man sich dabei eh auf einer anderen Realitätsebene befindet – eher ein Untergeschoss; ein bisschen andere Welt, ein bisschen Brettspiel. Man kann sich die Farben der Püppchen selber aussuchen die man spielt und auch welche Strategie man dabei verfolgt. Und das Beste ist: Jeder spielt sein eigenes Spiel. Dem schließen sich dann Einige an und Andere lassen es, ignorieren es einfach. Man hat Schnittstellen zueinander – manche gezwungenermaßen oder auch weil man bewusst welche zuläßt, vielleicht auch  inszeniert.
Die Einen wollen Mysteries lösen, sind also wahre IT Forensiker, andere gehen nur bei Nacht raus. Wieder andere lungern auf Events rum oder laufen Hunderunden ab. Es gibt diejenigen, die lieblos Dosen in den Wald schmeissen und Spezies, die sich über Wochen und Monate Konzepte ausdenken und diese in liebevoller Kleinarbeit umsetzen. Dass das nicht immer den Geschmack von Allen trifft, ist auch klar. Aber dafür gibt ja auch die vielfältigen Möglichkeiten. Ist doch klasse.

darin soll man sich 2 Stunden aufhalten?

 

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eher unscheinbar integriert sich der Megacache in die “Landschaft”.

Mit dem Müssmannhaus ist jetzt mal eine andere Dimension an den Start gegangen. Nämlich wie man geocachen  a u c h  machen kann, wenn man für die entsprechenden Ideen die nötigen Mittel hat, den notwendigen Platz, die Connections, das bestimmte Geschick und auch die Zeit und den Ehrgeiz, so ein Dingens aus dem Boden zu stampfen. Da gehört sicher eine ganze Menge Energie zu. Aber auch Leidenschaft. Chapeau ! – Da kann man wirklich nur den Hut vor ziehen.
Und ja: natürlich handelt es sich um Geocachen. Denn fast alle für diesen “Extremsport” entwickelten Eigenschaften werden hier abgerufen. Es ist halt nur ein bisschen wie “Alte Suppe aus Neuer Dose” – allerdings hier in positivem Sinne – eine teure Verpackung um ein altes Gut. Warum denn nicht? Und es ist auch toll, dass es mal was ganz Anderes gibt. Muss ja nicht gleich jeder nachmachen. Und wem die Story dazu nicht gefällt, der läßt es einfach. Jedenfalls sprechen die gemachten Logs und die vergebenen Favoritenpunkte für sich, die kann man nicht wegdiskutieren.

Übrigens will ich hier auch gar keine Diskussion anfangen, deswegen: Schluss damit.

Alles fing damit an, erstmal die benötigte Autobatterie auszubauen – quasi die “Station 1”.

 

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Wir waren schon etwas unter Zeitdruck, weil wir vorher noch am Kanal eine Runde gemacht hatten und einen gelösten Mysterie wegen Koordinatenverwechselung an der falschen Stelle suchten… Deswegen wurde vor Ort erst mal das Team gesplittet: Während ELRO und Bornova erst mal die Vorbereitungen für den Einlass machten – hier darf ich ja nicht spoilern – machte ich mich über die Batterie her. Hier und da hatte es dabei noch gehakt aber letztlich hatten wir am Ort der Begierde die Tür um kurz nach 18:00 auf….

Unser Team hat an diesem Tag besonders gut zusammen gepasst. Es war schon toll, wie die Rädchen hier ineinander gegriffen hatten, um die einzelnen Stationen zu meistern. Erfahrungen aus verschiedener Richtung taten ihr Übriges und so konnte jeder seine Stärken ausspielen. Man ließ einander machen, keiner drängelte sich vor, die Stimmung war Bombe.
Aber wie “draußen im Feld”, so war auch hier – mal wieder – auffällig, dass der Drang nach vorne oftmals dazu führte, dass man die eine oder andere Station überlief. Oder sollte ich sagen: überkroch? 😀

Naja, das simplifizieren sollte man auch hier nicht vergessen, dann klappt’s auch mal auf Anhieb. Aber auch das tat der Sache keinen Abbruch. Dem Spaß hatte das sicherlich nicht geschadet, ganz im Gegenteil! Aber die Knochen haben am Folgetag hier und da dann doch ein wenig geschmerzt…macht aber nichts.
Natürlich kann und will ich an dieser Stelle nichts zum Detail erwähnen, auch wenn ich das noch so sehr tun würde. Auf die Lippen beißen ist tatsächlich angesagt. Ich will schließlich keinem hier die Freude verderben. Insofern gibt’s hier auch keine Bilder zum Staunen…

es geht hier etwas enger zu

Denn genau diese Freude war bei uns riesengroß, als sich am Ende dann der Erfolg zeigte. Ein wenig anders als wahrscheinlich gedacht 😉 aber auch sonst gibt es ja oft mehrere Wege, die zum Ziel führen, nicht wahr? 😉

Als wir die frische Luft wieder atmen konnten und noch ein wenig verweilten, unseren Erfolg gebührlich feierten, brauchten wir uns nur anschauen, um festzustellen:

Einstimmige Meinung, das war einfach sensationell.

 

Einstimmige Meinung: Unvergesslich!!

Vielen lieben Dank und auf ein Wiedersehen!

Jetzt heißt es wohl aber erst mal wieder: “bis bald im Wald” 😀

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